Willkommen bei der Brunnera – Staude des Jahres 2025!

Blattschmuck und Blüte: Brunnera macrophylla, das Kaukasus-Vergißmeinnicht, bietet beides. Im April und Mai öffnet Brunnera kleine, zumeist himmelblaue Blüten, die an das bekannte Vergißmeinnicht (Myosotis sylvatica) erinnern. Myosotis ist allerdings eine nur zweijährige Pflanze, die sich durch Selbstaussaat vermehrt, während Brunnera eine mehrjährige, bodendeckende Staude ist.

Nach der Blüte entfaltet sich die ganze Schönheit ihres Laubes: Die großen, leicht herzförmigen Blätter bilden kompakte, meist rund 30 cm hohe Polster. Mittlerweile zählt die Art zu den wichtigsten Blattschmuckstauden und zeigt je nach Sorte silbrig schimmernde oder hell gerandete Blätter. Am Aufstieg in die Liga der Blattschmuck-stauden dürfte die Sorte ‘Jack Frost‘ mit ihren silberweißen Blattspreiten und grünen Blattadern einen großen Anteil haben.

Stimmt der Standort, wächst Brunnera fast von selbst. Sie benötigt halbschattige bis schattige Lagen und einen frischen, humusreichen Boden. Die reinen Arten und grünlaubigen Sorten vertragen auch etwas mehr Sonne als die hell gemusterten Züchtungen.

Der Kontrast des silbrigweißen Brunnera ‘Silver Heart‘ mit dem burgunderroten Blattwerk eines Purpurglöckchens (Heuchera) ist ein unübersehbarer Hingucker. Wer es subtiler mag, kombiniert es mit vergleichsweise ähnlichen Begleitern wie Funkien (Hosta) oder immergrünen Gräsern wie Carex und Luzula. Auch filigrane Farne und Lenzrosen (Helleborus) lassen sich wunderbar mit Brunnera kombinieren.

In diesem Beet stehen sie neben Rhododendron und anderen immergrünen Gehölzen, die ähnliche Standortansprüche haben. Als Schattenspender dienen besondere Eichen-Sorten.

Verein zur Förderung der Gartenkultur (VFG) e.V.
www.kultur-und-gaerten.de

Park der Gärten
Björn Ehsen